Wer baute das siebentorige Theben
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
Und das mehrmals zerstörte Babylon,
Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern
Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
Wohin gingen an dem Abend, wo die chinesische Mauer fertig war,
Die Maurer? Das große Rom
Ist voll von Triumphbögen. Über wen
Triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz
Nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis
Brüllten doch in der Nacht, wo das Meer es verschlang,
Die Ersaufenden nach ihren Sklaven.
Der junge Alexander eroberte Indien.
Er allein?
Cäsar schlug die Gallier.
Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?
Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte
Untergegangen war. Weinte sonst niemand?
Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer
Siegte außer ihm?
Jede Seite ein Sieg.
Wer kochte den Siegesschmaus?
Alle zehn Jahre ein großer Mann.
Wer bezahlte die Spesen?
So viele Berichte,
So viele Fragen.
Bertolt Brecht
»Jeder Mensch, der arbeitet, hat das Recht auf angemessene und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert.«
Artikel 23/3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948
Der Bezirksverband DIE LINKE Steglitz-Zehlendorf hat sich mehrfach mit dem Thema „Berliner Wasser“ beschäftigt. DIE LINKE hat die Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe stets verurteilt und fordert in Übereinstimmung mit der Mehrheit der Berliner Bevölkerung die Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe. Um dies durchzusetzen bedarf es neben parlamentarischen Initiativen vor allem Druck von „Unten“ durch ein breites Bündnis, in dem sollte auch DIE LINKE mitwirken. Der Bezirksverband DIE LINKE Steglitz-Zehlendorf unterstützt deshalb die Bürgerinitiative „Berliner Wassertisch“, bei der Durchführung eines Volksentscheids. Die Sammlung von Unterschriften wird ab sofort bis zum 27.Oktober stattfinden, wir werden uns daran beteiligen. Termine für Aktionen werden wir über E-Mail und auf unserer Homepage mitteilen.

Die Neutralität der Schulbildung wird verletzt«, kritisierte Erik Schneider von der unabhängigen Schülergruppe »Klassenkampf Süd-West« den Besuch eines ehemaligen Marineoffiziers am Berliner Schadow-Gymnasium. Der Auftritt fand im Rahmen eines Berufsorientierungstages statt. Dagegen protestierten am 26. März 2010, vor der Schule etwa 100 Mitglieder von Friedensgruppen, Parteien und Gewerkschaften.
Die IG Metall stellte für die Aktion einen Lautsprecherwagen zur Verfügung und solidarisierte sich mit den Jugendlichen. Die Gewerkschaft habe zwar viele Mitglieder in Rüstungsbetrieben, von denen kämen aber viele Vorschläge zur Rüstungskonversion und Friedensarbeit, so ein IG-Metaller. Die Gewekschaft biete auch eine Beratung für Kriegsdienstverweigerer.
In der Kritik stand neben dem Militär und der Schulleitung die Bezirksvertretung Steglitz-Zehlendorf. Diese hatte Mitte Januar einen Antrag der CDU angenommen, in dem die Schulen aufgefordert wurden, regelmäßig Vertreter der Bundeswehr in die Klassenzimmer zu holen.
Die BVV Steglitz-Zehlendorf hat am 20.01.2010 mit den Stimmen der CDU und der Grünen beschlossen: „Das Bezirksamt wird ersucht, den bezirklichen Schulen zu empfehlen, Informationsveranstaltungen der Bundeswehr mit Jugendoffizieren regelmäßig anzubieten.“ Die Bundeswehr stelle eine Berufsperspektive dar. Über ihre Rolle in der Außen- und Sicherheitspolitik solle informiert werden.
Die Partei DieLinke Steglitz-Zehlendorf wendet sich ganz entschieden gegen dieses Ansinnen. Bereits am 22.5.2009 hat die Bundestagsfraktion DieLinke die Bundesregierung aufgefordert, Informationsveranstaltungen von Jugendoffizieren der Bundeswehr an Schulen nur dann zu genehmigen, wenn auch die Teilnahme anderer gesellschaftlicher Verbände und Initiativen gewährleistet ist. Die Linke fordert zudem, dass die Einbindung der Bundeswehr in die Aus- und Fortbildung von Lehrern und Referendaren beendet wird, die Bundeswehr keine Lehr- und Unterrichtsmaterialien für zivile Schulen erstellt und dass die ergänzende politische Bildung an Schulen ausschließlich durch ziviles Personal unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geleistet wird.
Für uns ist nicht nachzuvollziehen, dass ausgerechnet die Partei Die Grünen, die vor 30 Jahren aus der Friedensbewegung entstanden ist, in Zählgemeinschaft mit der CDU in unserem Bezirk einem solchen Antrag zum Erfolg verhilft.

Aus dem Aufruf zum Ostermarsch 2010:
„Wir wehren uns gegen jegliche Militarisierung der Außen- und Innenpolitik.
Wir gehen auf die Straße, um Widerstand gegen die aggressive US-amerikanische,
europäische und deutsche Außenpolitik zu leisten.
Sozial- und Bildungsabbau, Hartz IV, schlechte Gesundheitsversorgung, zunehmende Armut
und Einschränkung demokratischer Rechte gehen einher mit wachsender Aufrüstung. Die
Ausgaben für Rüstung und Krieg würden mehrfach ausreichen, um Hunger und Armut in der
Welt zu beseitigen.
Wir rufen auf zu vielfältigen Aktionen gegen Militarismus, Sozialabbau und Krieg.
Wir stellen uns gegen Faschismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in jeglicher Form.
Wir unterstützen Kriegsdienstverweigerung und Widerstand von Soldatinnen und Soldaten.
Keine Familie sollte ihre Kinder für die Schlachtfelder der Welt zur Verfügung stellen!
Wir protestieren gegen die Werbung der Bundeswehr an Schulen und Hochschulen. Wir
erwarten von den Landesregierungen in Berlin und Brandenburg, dass sie solche Auftritte
der Bundeswehr in den Bildungseinrichtungen untersagen.“
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Was ist und was will DIE LINKE?
Alles begann vor mehr als elf Monaten, als sich im Bezirksverband Steglitz-Zehlendorf interessierte Mitglieder zu der Arbeitsgruppe Politische Bildung zusammen fanden.
Im Laufe der sich vorbereitenden Zeit, sich zu Beginn nicht bewusst, was genau auf sie zukommen würde, durchlebten sie die Spannung und Freude der Neugierde auf das Kommende gepaart mit den Hürden, die ein jedes neues Vorhaben mit sich bringt. Doch, sie ließen sich von nichts aufhalten, jeder Stein der im Wege lag, jeder Umweg der gegangen werden musste, stärkte sie in dem Vorhaben, ein erstes Seminar der Politischen Bildung für Neumitglieder und neugierige Mitglieder im Bezirk ins Leben zu rufen.
In der Zeit vom 26.2. – 28.2.2010 war es dann endlich soweit.
Die letzten organisatorischen Vorbereitungen wurden im NaturFreunde-Haus „Karl Renner“ getroffen als die ersten TeilnehmerInnen eintrafen, sie freundlich in die Kamera blinzelten und an der Wandzeitung einen Platz für ihr Foto fanden, dieses einklebten und ein paar persönliche Daten ausfüllten, so dass sich jeder ein erstes ungefähres Bild machen konnte, mit wem man nun das Wochenende gemeinsam verbringen wird.
Nach der Begrüßung, Vorstellung des Seminars, der Zimmerverteilung und dem gemeinsamen Abendessen füllten sich wieder die Plätze des einen Seminarraumes, es kehrte Ruhe ein und die Orientierungsphase konnte mit der Einstiegsdiskussion über die Gründe für die positive Mitgliederentwicklung der LINKEN und die damit verbundenen Herausforderungen oder Probleme, durch die Fragen, was an der LINKEN am meisten kritisiert wird und wie sie damit umgehen und was sie wissen sollte, beginnen. Die gesammelten Ideen und Vorschläge hefteten an einer dafür vorgesehene Tafel und nach der Zusammenfassung ging es gegen 21:30h zum gemütlichen Teil über, welcher in vollen Zügen genutzt wurde. Interessiert tauschten sich die TeilnehmerInnen aus den verschiedenen Bezirksverbänden und unterschiedlichen Altersgruppen über ihre persönlichen Erfahrungen zu dem diskutierten Thema aus und waren neugierig aufeinander sich kennen zu lernen.
Nach der ersten Nacht traf man sich wieder beim Frühstück und um 9:00h wurden Geist und Körper mit einem warm up in Bewegung gebracht.
An Pinnwänden hingen Fotos aus der Zeit von 1989 – 2007, erste Erinnerungen dieser Zeiträume wurden gesammelt und in zwei Arbeitsgruppen die Entstehung der LINKEN diskutiert und erarbeitet. Die Ergebnisse beider Gruppen, wie auch durch die unterschiedlichen Biografien jeweils andere Wahrnehmung und Sichtweise auf diese Zeitspanne, fanden sich anschließend im Plenum wieder.
Bevor es zum dritten Teil des Seminars ging, wurden während der Mittagspause abermals die persönlichen Erfahrungen untereinander ausgetauscht.
Der Magen angenehm gefüllt, ging es im folgenden Teil um die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse der Gegenwart der BRD, welche sich aus der Entstehungsgeschichte der politischen Auseinandersetzung linker und rechter Kräfte ergaben.
Bildmaterial aus der Zeit von 1945 – 2005 stellte einige Ereignisse der Nachkriegsgeschichte, des Wirtschaftswunders, des Kalten Krieges, Protest, Reform, Restauration und den Neoliberalismus im Dreierschritt- Kohl, Schröder, Merkel – dar. Erneut bildeten sich zwei Arbeitsgruppen in denen die entscheidenden und historischen Ereignisse Deutschlands nach 1945 und ihre Bedeutung für die politische Entwicklung wie auch die Ursachen der sozialen und ökonomischen Lage der alten BRD und der DDR intensiv diskutiert und erarbeitet wurden um sie im Anschluss wieder dem gesamten Plenum vorstellen zu können.
Es folgte eine aufregende Kaffeepause um durchatmen zu können und gestärkt sich dem vierten Teil, der Strategie und Krise des Neoliberalismus, widmen zu können.
Im Plenum wurden Schlagworte aus dem Sprachschatz des Neoliberalismus und aus diesem sich ergebend die Folgen für die Unternehmen, der Arbeitsbedingungen und der Gemeinden in einer gemeinsamen Diskussion erarbeitet. Die sich erneut findenden zwei Arbeitsgruppen befassten sich im Anschluss mit einer Haushaltsrede im neoliberalen Sprachgebrauch und den Private-Equity-Fonds um nicht nur die negativen Folgen der neoliberalen Politik begreifen zu können, sondern auch die Strategien des Neoliberalismus an Hand von Beispielen zu verinnerlichen.
Das Abendessen hatten sich TeilnehmerInnen wie TemaerInnen nun wirklich verdient.
Dieser äußerst umfangreiche Bildungstag wurde in privaten Gesprächen bis in die späten Nachtsunden verarbeitet, reflektiert und in einer harmonischen und fröhlichen Runde beendet.
Das Frühstück am Sonntag war dementsprechend etwas müde und von schweren Lidern begleitet, so dass ein warm up wieder für die nötige Kreislaufstimulans sorgte und auch der letzte Teil des Seminars, die Programmatischen Grundpositionen der LINKEN, diskutiert werden konnten. Einleitend dazu wurden zwei Zitate, „Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie – Einleitung“- „[…] alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist, […]“ und aus dem „Manifest der Kommunistischen Partei“ - „[…] eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entfaltung aller ist.]…]“ vorgetragen.
Eine eifrige und interessante Diskussion ergab sich aus dem Zitat aus dem Kommunistischen Manifest, welche den vorgesehenen Zeitplan in Verwirrung brachte, jedoch dadurch erkennen ließ, wie wichtig die geistige Auseinandersetzung zu den Grundlagen der Eckpunkte ist.
In den Arbeitsgruppen wurden an Hand der Programmatischen Eckpunkte die Fragen erarbeitet, ob DIE LINKE alles durch den Staat regulieren will und sich an der DDR-Wirtschaft orientiert und, ob sie die Freiheitsrechte der Einzelnen vernachlässigt. Auch diese Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden wieder im Plenum vorgestellt und das Seminar endete mit eine gemeinsamen Auswertung der TelnehmerInnen und TeamerInnen, worin bekundet wurde, dass es nicht nur Lehrend war, Neues hinzugewonnen wurde oder aber auch Bekanntes aufgefrischt, sondern, dass es auch Freude bereitete und sich Mitglieder aus den verschiedenen Bezirken kennen lernten und erfahren durften.
Ilona
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Am 9. November fand in Berlin Steglitz am Hermann -Ehlers -Platz eine Kundgebung zum Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November 1938 statt. Aufgerufen hatte die "Initiative Haus Wolfenstein", Verein zur Erhaltung der ehemaligen Synagoge Steglitz und zur Förderung interkultureller Begegnungen e. V. . In dem Aufruf der Initiative Haus Wolfenstein heißt es: "Die Auseinandersetzung mit dem Erbe der jüdischen Tradition im Berliner Südwesten und mit Entstehung und Folgen der nationalsozialischen Rassenpolitik mitten in der deutschen Gesellschaft ist als Erinnerungsarbeit für und mit der nächsten Generation weiter zu entwickeln." An der Gedenkveranstaltung nahm der Bezirksbürgermeister Kopp und weitere Bezirkspolitiker teil und legten Blumen und Kränze nieder. Auch die Partei DIE LINKE beteiligte sich an dem Gedenken und legte einen Kranz nieder. Der 9. November ist ein deutsches Datum. Die Scham und das Entsetzen über die Reichspogromnacht dürfen nicht vom Einheitstaumel überdeckt werden. Deshalb weist DIE LINKE immer wieder darauf hin, dass der Faschismus, mit seiner menschenverachtenden Ideologie keine politische Meinung sondern ein Verbrechen war. Weil das so ist, fordert DIE LINKE ein Verbot der faschistischen NPD. "Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch." heißt es in einem Gedicht von Bert Brecht. Martin Niemöller war ab 1937 Häftling im KZ Sachsenhausen und wurde dort allmählich zum Widerstandskämpfer gegen die Nazidiktatur; er mahnt uns auch heute wachsam zu sein und dafür einzutreten, dass sich alle demokratischen Kräfte gegen die Barbarei vereinen. Das nachfolgende Zitat von Martin Niemöller sollte uns stets in Erinnerung bleiben:
Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“
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