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8. Mai - Tag der Befreiung! - Rückblende und Ausblick

8. Mai - Tag der Befreiung! - Rückblende und Ausblick

Am 8. Mai 2020 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal.

Klaus Lederer, Berliner Senator für Kultur und Europa sagte: „Der 8. Mai 1945 hat für Berlin, Deutschland und ganz Europa große Bedeutung. Er ist zugleich Ausdruck und Ausgangspunkt für ein unmissverständliches Signal gegen Faschismus und Krieg.“ Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung hat das Land Berlin den 8. Mai 2020 als Feiertag erklärt.

Am 8. Mai, feiern wir das Ende des Nazi-Regimes. Wir danken allen, die damals für die Befreiung vom deutschen Faschismus gekämpft haben. Wir gedenken der gefallenen Soldaten der Anti-Hitler-Koalition. Wir danken den Widerstandskämpfern aus Deutschland, Europa und der Welt. Wir gedenken der vielen Millionen Opfer, für die die Befreiung zu spät kam.

Am 1. September 1939 hat das faschistische Deutschland den Zweiten Weltkrieg begonnen – mit zwei großen Lügen. Die erste Lüge war, polnische Freischärler hätten den deutschen Rundfunksender Gleiwitz überfallen. Die zweite Lüge war, dieser Krieg würde Europa Frieden und eine politische Neuordnung bringen. Der Krieg zerstörte ganze Städte. Panzer und Bomben, verwüstete Felder, verbrannte Ernten und verseuchte Wälder. Die massenhafte Zerstörung unwiederbringlicher Kulturgüter der Völker Europas reihte sich in die Verbrechen ein. Faschistische Konzentrationslager gab es überall in Europa. Die grausamste Hinterlassenschaft des Hitlerstaates war der Holocaust, die industriell betriebene Ausrottung der Juden Europas durch die braune Mörderbande. Niemals darf Deutschland wieder Krieg führen! 1945 waren sich alle einig: Deutsche Soldaten dürfen nie wieder in fremden Ländern kämpfen!

Von den 60 Millionen Weltkriegstoten beklagte allein die Sowjetunion 27 Millionen Kriegstote, davon 7 Millionen Zivilisten. Am Sieg über den Faschismus hat die Sowjetunion mit ihrer Roten Armee einen großen Anteil. Manche Historiker wollen die Geschichte von der Machtübertragung an die faschistische Reichsregierung 1933 bis zum Kriegsbeginn 1939 ausblenden. Zu behaupten, dass das faschistische Unheil mit der „Doppelaggression Hitler-Stalin“ begonnen habe, ist eine grobe Verfälschung der historischen Zusammenhänge und beweist, dass einige aus der Vergangenheit noch immer nichts gelernt haben. Mit einer Anerkennung der Verdienste der sowjetischen Volksarmee taten sich in Zeiten des Kalten Krieges viele schwer. Das wirkt auch heute noch nach: „Der Russe“ wird in bekannter Manier als Erzfeind behandelt. Die Gefahr aus dem Osten war auch die Begründung für das NATO Manöver „Defender“, das wegen der Corona Pandemie zum großen Teil abgesagt werden musste.

Faschismus bedeutet Krieg. Krieg ist kein Naturereignis, Kriege werden gemacht. Damals wie heute geht es um wirtschaftliche Interessen, die Interessen des „Militär-Industrieellen Komplexes“. Es geht um Rohstoffe – es geht um Öl. Der Rüstungsindustrie geht es um die Produktion von Waffen und die Erhöhung der Steuermittel für noch mehr Waffen! Die „Börsen“ empfehlen in der „Coronakrise“ in Rüstungsaktien zu investieren, weil die Rüstungsindustrie die Krise überstehen wird.

75 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus müssen wir feststellen: Die Hoffnung, die Welt würde von selbst friedlicher werden, hat sich als trügerisch erwiesen. Wir fordern, den 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus, den 8. Mai zum Anlass zu nehmen, den Kampf für Frieden in der Welt mit mehr Nachdruck fortzusetzen!

Eberhard Speckmann