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Wirtschaft

Unser Bezirk hat viele kleine Zentren, in denen Einkaufsmöglichkeiten neben Arztpraxen und Restaurants eine gute Daseinsvorsorge und viele Arbeitsplätze bieten. Die Schloßstraße als größte Einkaufsstraße steht vor Veränderungen auch wegen der Entwicklungen am Kreisel. Eine wahrscheinliche Aufwertung durch Luxuswohnungen, die hier entstehen, wird nicht nur von Mieter:innen, sondern auch von dort ansässigen Gewerbetreibenden mit Sorge betrachtet. DIE LINKE. sieht in dem erforderlichen Umbau der Schloßstraße und des Hermann-Ehlers-Platzes viel Potential im Sinne einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität für alle, Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs sowie Stärkung des Einzelhandels. Dafür müssen jedoch politische Weichen gestellt und Investor:innen oder Handelsketten auch mal die Rote Karte gezeigt werden.

LINKE. Wirtschaftspolitik heißt, ortsansässige Gewerbetreibende als Expert:innen ernst nehmen! Die Vereinigung Gewerbetreibender in Zehlendorf Mitte, die sich zwar in 2020 neu strukturiert hat (ZiM - Gewerbevereinigung Zehlendorf-Mitte e.V.), aber bereits vorher viele Jahre konkrete Vorschläge zur Gestaltung von Zehlendorf Mitte eingebracht hat, fand mit ihren Anregungen bisher kaum Gehör (Bürger:innenbeteiligung). Die Klarheit, mit der einer Supermarktkette, die die alte Anatomie in Dahlem erworben hat, der Bau eines weiteren, großflächigen Supermarktes untersagt wurde, wünschen wir uns auch am Ferdinandmarkt in Lichterfelde Ost: Den Kampf des inhabergeführten Einzelhandels gegen die Pläne des Investors Huth unterstützen wir. Die Sorge des Einzelhandels vor Verdrängung teilen wir und stehen daher für eine Wirtschaftspolitik, die klare Rahmen vorgibt.

Wir fordern einen Wirtschafts- und Sozialrat, der sich um die Wirtschaftsförderung für Steglitz-Zehlendorf kümmert und dabei gute Arbeitsbedingungen, Fairen Handel sowie Klima- und Umweltschutz mitdenkt. Eine Beteiligung von Gewerkschaften, Umweltinitiativen und Stadtplaner:innen muss sichergestellt werden.

Wohnortnahe und umfassende, dezentrale Versorgung ist – das zeigt auch die Corona-Pandemie – immens wichtig. Firmen, die im Bezirk nachhaltig produzieren sowie solche, die auf lange Lieferketten verzichten, sollen nach Meinung der LINKEN. bei der Wirtschaftsförderung bevorzugt behandelt werden. Die Weiterentwicklung des Gewerbegebietes Goerzallee soll verstärkt auf die Ansiedlung solcher Betriebe setzen.

Es kann gelingen, für alle Zentren in Steglitz-Zehlendorf Konzepte zu entwickeln, die den örtlichen Gegebenheiten und dem jeweiligen Bedarf Rechnung tragen, ohne gewachsene Strukturen zu zerstören. Dazu aber bedarf es politischer Zielformulierungen. DIE LINKE. möchte diese gemeinsam mit den Akteur:innen und Anwohnenden entwickeln.