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Wir brauchen die Stammbahn von Potsdam nach Berlin jetzt!

Letzten Freitag trafen sich rund 20 Personen (darunter Franziska Brychcy von der Linksfraktion Berlin und Christian Görke sowie Marlen Block von der Linksfraktion Brandenburg) am S-Griebnitzsee, um von dort mit Fahrrädern entlang der alten Gleise der 1838 eröffneten Stammbahn nach Zehlendorf zu fahren.

Die als politische Demonstration angemeldete Radtour hatte zum Ziel, den Wiederaufbau der Stammbahntrasse vor den Wahlen weiterhin im Gespräch zu halten und insbesondere die Grünen in Berlin und Brandenburg zur Aufgabe ihrer Blockadehaltung bei diesem wichtigen Infrastrukturprojekt zu bewegen.

Ziel der Stammbahnreaktivierung ist eine Entlastung der sehr stark frequentierten Wannseebahn, auf der unter anderem die wichtigste Regionalverkehrslinie der Hauptstadtregion - der RE1 - verkehrt. Untersucht und diskutiert werden in diesen Zusammenhängen drei Varianten: 1) Der Wiederaufbau der Stammbahntrasse als Verlängerung der S-Bahn (S1) von Berlin-Zehlendorf nach Potsdam-Griebnitzsee. 2) Der Wiederaufbau der Stammbahntrasse für den Regionalbahnverkehr von Potsdamer Platz über Zehlendorf nach Griebnitzsee. 3) Und der Wiederaufbau der Stammbahntrasse für den Regionalverkehr von Potsdamer Platz bis Zehlendorf mit anschließender Nutzung eines vorhandenen Industriegleises als Zubringer zur Wannseebahn.

Welche dieser Varianten realisiert werden soll, ist bislang nicht entschieden und obendrein politisch umstritten. Während das Land Brandenburg per Landtagsbeschluss für die Regionalbahnvariante optiert, existieren zwischen den Berliner Regierungsparteien verschiedene Präferenzen.

DIE LINKE. Berlin und Steglitz-Zehlendorf kämpft für eine Regionalbahnlösung

Franziska Brychcy, Vorsitzende DIE LINKE. Steglitz-Zehlendorf und im Abgeordnetenhaus Berlin, bringt es auf den Punkt: "Es kann nicht sein, dass eine Machbarkeitsuntersuchung mittlerweile nun schon vier Jahre dauert und eine Entscheidung offenbar verschleppt wird! Wir als Linksfraktion Berlin finden wichtig, Berlin und Brandenburg bei der Reaktivierung der Stammbahn zusammen zu denken und sprechen uns daher für die Regionalbahnvariante mit Anbindung von Düppel und Kleinmachnow aus. Das ist eine politische Entscheidung, die nicht länger warten kann, denn die Stammbahn wird dringend gebraucht! Wir fordern insbesondere die Verkehrssenatorin Günther (Grüne) auf, noch in dieser Legislatur eine Entscheidung für die Stammbahn herbeizuführen! Das erwarten die Menschen zu Recht von R2G im Berliner Senat!"

Im Wahlprogramm von DIE LINKE. Steglitz-Zehlendorf heißt es zum Thema: "In der aktuellen Diskussion um den Wiederaufbau der Stammbahn zwischen Zehlendorf und Griebnitzsee oder der Inbetriebnahme der Wannseebahn als Regionalbahn auf dem Gütergleis neben der S1 zwischen Zehlendorf und Wannsee gibt es für uns kein Entweder-Oder. Wir brauchen beides! Berlin wächst rasant und eine schnelle sowie umweltverträgliche Anbindung des Stadtrandes und der Nachbargemeinden ans Zentrum sind das Gebot der Stunde. Die Reaktivierung der Stammbahn fordern wir bereits seit vielen Jahren und wir stehen weiterhin uneingeschränkt zu diesem Großprojekt. Der ÖPNV muss das Rückgrat der Verkehrswende werden!"

Über die politische Radtour berichtete das "Neue Deutschland" in der Ausgabe vom 5. Juli