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Meldungen


Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus an der Spiegelwand und Stolpersteinspaziergang

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung des Haus Wolfenstein an der Steglitzer Spiegelwand ging eine Gruppe unseres Bezirksverbandes in die Berlinickenstraße 10, Schützenstraße 49 und 53 sowie die Düppelstraße 39a, um dort die Stolpersteine für die Familien Cohn, Stenschewski und Zwillenberg, für Johanna Cohn, John Goldschmidt und Walter Merory zu putzen. Es wurden Blumen und Kerzen niedergelegt und an die Schicksale dieser Menschen erinnert, die alle von den deutschen Faschist*innen aufgrund ihrer jüdischen Abstammung ermordet wurden. Besonders zu Herzen ging den Teilnehmer*innen das Schicksal der Familie Stenschewski. Die Eheleute Isidor und Helene hatten drei Töchter: Ruth, Helga und Annelise. Alle wurden am 19. Oktober 1942 aus der Schützenstraße 53 zusammen mit 954 anderen Berliner*innen mit dem Zug nach Riga deportiert. Die Kinder der Familie Stenschewski waren damals 14, 10 und 9 Jahre alt! Als die Familie nach drei Tagen im Waggon am 22. Oktober 1942 in Riga eintraf, wurde sie sofort ermordet. Es macht uns fassungslos und zeigt, welche Verantwortung wir haben, an diese Gräueltaten zu erinnern.

„Es fing nicht mit Gaskammern an. Es fing an mit einer Politik, die vom WIR gegen DIE sprach. Es fing an mit Intoleranz und Hassreden. Es fing an mit der Aberkennung von Grundrechten. Es fing an mit brennenden Häusern. Es fing an mit Menschen, die einfach wegschauten.“ (Herkunft unbekannt)