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Meldungen


Öffentliche Mitgliederversammlung zu Venezuela

Kurzfristig angesetzt, aber gut besucht war der informative Abend über die Situation in Venezuela.

Jonas Holldack von den „interbrigadas e.V.“, der bis 2017 in Venezuela lebte, schilderte anschaulich, wie sich das Leben im Lande nach der Revolution grundlegend verbessert hat. Der Kampf gegen Armut und Analphabetismus war erfolgreich. Nach der Aufbruchstimmung und Demokratisierung verschlechterte sich die Lage 2010, sodass die von den USA finanzierte Widerstandsbewegung langsam Fuß fassen konnte. Ein weiterer Grund der Krise war die halbherzige Verstaatlichungen und fehlende Agrarreformen und dass sich die Regierung auf die Erdölgewinne verließ. Die fallenden Erdölpreise und die extreme Trockenheit 2011 führten zu einer zusätzlichen Krise, die besonders nach dem Tod von Chavez 2013 und die inkonsequenten Reformen unter Maduro den Gegnern der sozialistischen Entwicklung ihre Proteste erleichterte. Der aktuelle Wirtschaftskrieg seitens der USA trifft das Land daher besonders hart.

Holldack betonte allerdings, dass weltweit es kaum eine so demokratische Verfassung gebe wie in Venezuela und die Wahlen alle korrekt verlaufen seien. Aktuell gehe es um die Verteidigung des staatlichen Machtmonopols und gegen ausländische Agression. Eine lebendige Diskussion ging um die Frage einer antiimperialistischen Entwicklung in Lateinamerika angesichts der Tatsache, dass immer mehr Länder von korrupten, US-hörigen Cliquen regiert werden (Brasilien, Kolumbien, Equador, El Salvador) und der selbst ernannte Emporkömmling Guaidó auf eine militärische Intervention der USA setzt. LoNa