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Meldungen


Kiezspaziergang zu Verdrängung und Milieuschutz in Steglitz

Am Samstag, 19.09.2020, fand ein Kiezspaziergang mit Mieter*innen durch die vier geplanten Milieuschutzgebiete in Steglitz statt: vom skandalträchtigen Steglitzer Kreisel über die Lepsius-, Markel-, Born-, und Holsteinische Straße bis zum S-Bahnhof Feuerbachstraße.

Die Ausbreitung von börsennotierten Wohnungsunternehmen wie der Deutschen Wohnen, Akelius und Covivo sowie deutliche Verwertungs- und Verdrängungstendenzen in den Kiezen sind bereits in vollem Gange. Die Angebotsmieten haben sich hier in den letzten 12 Jahren fast verdoppelt und liegen nun im Durchschnitt bei 11 Euro. Die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen hat sich in den letzten 5 Jahren ebenfalls verdoppelt. Luxusmodernisierungen bei vielen Gebäuden an der Wegstrecke waren deutlich sichtbar und in manchen Gebieten bereits abgeschlossen.

Das schwarz-grüne Bezirksamt hat die Mieter*innen mutwillig 14 Jahre allein gelassen und feiert sich nun für den ersten Aufstellungsbeschluss für Milieuschutz in Steglitz-Zehlendorf. Das kommt leider für viele Mieter*innen zu spät, die aufgrund gestiegener Mieten den Bezirk bereits verlassen mussten.
Zudem kommt es nach dem Aufstellungsbeschluss auf das konkrete Handeln des Bezirksamts an, ob Luxusmodernisierungen auch konsequent untersagt werden!

Trotz Mietendeckel spekulieren internationale Wohnungskonzerne weiter mit Wohnraum in Berlin. Gerade die Umwandlung in Eigentum kann vom Mietendeckel nicht verhindert werden, sodass das es dringend die Vergesellschaftung von Wohnungen, mit denen spekuliert wird, braucht. Die LINKE. unterstützt aktiv die 2. Stufe des Volksbegehrens „Deutsche Wohnen und Co. Enteignen“. Auch bei der konkreten Ausgestaltung der Milieuschutzsatzung wird die LINKE. natürlich dran bleiben, um die weitere Verdrängung von Mieter*innen wirksam zu verhindern.