Zurück zur Startseite

Die Linke kämpft

Helft mit!

Bundeswehr an Schulen

Presseerklärung 24.01.2010

Die BVV Steglitz-Zehlendorf hat am 20.01.2010 mit den Stimmen der CDU und der Grünen beschlossen: „Das Bezirksamt wird ersucht, den bezirklichen Schulen zu empfehlen, Informationsveranstaltungen der Bundeswehr mit Jugendoffizieren regelmäßig anzubieten.“ Die Bundeswehr stelle eine Berufsperspektive dar. Über ihre Rolle in der Außen- und Sicherheitspolitik solle informiert werden.

Die Partei DIE LINKE Steglitz-Zehlendorf wendet sich ganz entschieden gegen dieses Ansinnen. Bereits am 22.5.2009 hat die Bundestagsfraktion DIE LINKE die Bundesregierung aufgefordert, Informationsveranstaltungen von Jugendoffizieren der Bundeswehr an Schulen nur dann zu genehmigen, wenn auch die Teilnahme anderer gesellschaftlicher Verbände und Initiativen gewährleistet ist. Die Linke fordert zudem, dass die Einbindung der Bundeswehr in die Aus- und Fortbildung von Lehrern und Referendaren beendet wird, die Bundeswehr keine Lehr- und Unterrichtsmaterialien für zivile Schulen erstellt und dass die ergänzende politische Bildung an Schulen ausschließlich durch ziviles Personal unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geleistet wird.

Für uns ist nicht nachzuvollziehen, dass ausgerechnet die Partei Die Grünen, die vor 30 Jahren aus der Friedensbewegung entstanden ist, in Zählgemeinschaft mit der CDU in unserem Bezirk einem solchen Antrag zum Erfolg verhilft.

 

DIE LINKE Steglitz-Zehlendorf
Eberhard Speckmann
Bezirksvorsitzender

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Kritik an der Diätenerhöhung

Erklärung des Bezirksvorstandes der Partei "DIE LINKE Steglitz-Zehlendorf" (Beschluss 13.12.2009)

Die Mitglieder des Abgeordnetenhauses von Berlin haben mit einer überwältigenden Mehrheit beschlossen, ihre Diäten vom 1.1.2010 an um 9,6 % zu erhöhen. Danach erhöhen sich die monatlichen Diäten um 282 €. Jeder Versuch seitens der Fraktionen, diese Diätenerhöhung trotz leerer Kassen zu rechtfertigen, ist schlichtweg ein Affront gegenüber der Berliner Bevölkerung und insbesondere gegenüber der Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die seit Jahren keine Gehaltserhöhung mehr bekommen haben.
Wir verurteilen diese Selbstbedienungsmentalität, in die sich auch die Fraktion der LINKEN eingereiht hat. Sie setzt damit ein falsches politisches Signal und macht sich mitschuldig an der Politikverdrossenheit weiter Teile der Bevölkerung.
Der Vorstand des Bezirksverbandes Steglitz-Zehlendorf der Partei DIE LINKE fordert daher die Fraktionsmitglieder der Partei DIE LINKE auf, den monatlichen Betrag von 282 € ab dem 1.1.2010 auf das Konto einer Erwerbsloseninitiative zu überweisen.

Für den Bezirksvorstand Steglitz-Zehlendorf
Ismail Kosan, stellv. Bezirksvorsitzender

 

CDU Südwest noch demokratietauglich?

Zur Großen Anfrage der CDU in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf "Keine Lobby für Extremisten in Steglitz-Zehlendorf" erklärt der Bezirkssprecher der LINKEN Steglitz-Zehlendorf, Olaf Michael Ostertag:

Die Aufforderung der CDU Südwest an das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, insbesondere an die Bezirksstadträtin Barbara Loth (SPD), DIE LINKE und andere demokratische Parteien von Veranstaltungen auszuschließen, ist Ausdruck einer antidemokratischen Paranoia. Die CDU Südwest offenbart damit zum wiederholten Male, dass sie gedanklich in der Welt des vergangenen Jahrhunderts steckengeblieben ist.

Wer wie die CDU in der gestrigen BVV-Sitzung

  • behauptet, der Berliner Senat habe sich von den Gepflogenheiten des demokratischen Rechtsstaates verabschiedet,
  • Politiker der LINKEN mit Alessandra Mussolini und Jean-Marie LePen gleichsetzt und versucht, DIE LINKE insgesamt mit DVU und NPD in einen Topf zu werfen, selbst aber nicht in der Lage ist, eine kritische Distanz zur Architektur eines Albert Speer zu wahren,
  • prophylaktisch den Ausschluss anderer aus dem demokratischen Diskurs fordert, wie beispielasweise der "Piratenpartei" für den Fall, dass sie in Deutschland die 5-%Hürde erreichen,

stellt damit nicht nur unter Beweis, dass er den Kontakt zur Realität und den Menschen in dieser Stadt verloren hat, sondern muss sich selbst Fragen nach seiner Demokratietauglichkeit gefallen lassen.

DIE LINKE wird in den kommenden Wochen sehr genau beobachten, was es mit der angeblichen Zusage des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorfs auf sich hat, DIE LINKE nicht zu Veranstaltungen des Bezirks einzuladen. Wir fordern alle demokratischen Kräfte im Bezirk auf, die Ausgrenzungsversuche der CDU zurückzuweisen.

DIE LINKE wählt Direktkandidaten

Olaf Michael Ostertag wurde als Direktkandidat gewählt

Der Bezirksverband Steglitz-Zehlendorf, der Partei DIE LINKE wählte am 12. Mai 2009 den Direktkandidaten für die Bundestagswahl. Gewählt wurde Olaf Michael Ostertag, er ist einer der beiden SprecherInnen des Bezirksvorstands.

Olaf Michael Ostertag
geb. 13. 08. 1969 in Nürnberg; ausgebildeter Schauspieler, zurzeit tätig bei Madame Tussauds Berlin; seit 1999 in der PDS, seit Parteifusion 2007 Bezirkssprecher DIE LINKE Steglitz-Zehlendorf; Bundesschatzmeister der BAG Grundeinkommen; außerdem Mitglied in den Landesarbeitsgemeinschaften BürgerInnenrechte & Demokratie, Forum Demokratischer Sozialismus, Hartz IV, Kultur, Rechtsextremismus, Rote Reporter und in der BAG Gesundheit & Soziales.

„Ein Schutzschirm für die Menschen“ – diese Losung ist richtig gewählt, und in Zeiten der Wirtschaftskrise muss es Aufgabe der LINKEN sein, sich gegen jede Tendenz von „Teile und herrsche“ zu wenden. Wir dürfen uns nicht an einzelne Gruppen besonders wenden, wir müssen unsere Aufgabe darin sehen, die Interessen aller Menschen zusammenzuführen, unabhängig davon, ob sie einen Arbeitsplatz haben oder nicht, ob sie um ihn fürchten oder nicht, welcher gesellschaftlichen Gruppe sie angehören, oder ob sie sich schon vorstellen können, uns zu wählen. Wir müssen in jedem Fall um sie werben.

DIE LINKE hat in diesem Wahljahr die Aufgabe, einen Kompetenzwahlkampf zu führen. Wir müssen beweisen, dass wir nicht nur die sind, die die Probleme am besten benennen, sondern auch, dass wir sie am besten lösen können. Dabei müssen wir Politik nicht nur für die, sondern mit den Menschen entwickeln. Deshalb ist es ist gut und richtig, dass wir uns die Forderungen der Erwerbslosenverbände – „500 / 10 / 30“ = 500,- € Regelsatz bei ALG II, 10,- € Mindeststundenlohn und 30-Stunden-Woche Regelarbeitszeit – zu Eigen gemacht haben.

DIE LINKE hat eine Kernkompetenz im Einsatz für Ausgegrenzte und Schwache. Deshalb fordern wir beim ALG II nicht nur die Aufhebung der Bedarfsgemeinschaft, sondern auch die Sanktionsfreiheit – ebenso schon lange eine Forderung der Betroffenen. Diese Kontakte müssen wir erhalten und ausbauen. Dafür möchte ich mich einsetzen.

Und nicht zuletzt: Kultur ist keine Nebensache, sondern eine Hauptsache. Sollte sich die Gesellschaft durch die Finanzkrise in der Lage sehen, wieder grundsätzlich darüber nachzudenken, wie sie eigentlich leben will, dann muss sie die in den letzten Jahren für verzichtbar erachtete Kultur, die kulturelle Betätigung, das Schaffen von Räumen zur Erweiterung von Erfahrungen, wieder auf die Tagesordnung setzen. Meine berufliche Kompetenz möchte ich dabei für DIE LINKE nutzbar machen.

Eine funktionierende, emanzipierte Gesellschaft ist erst dann erreicht, wenn alle Menschen, die geboren werden, die sichere Garantie der Gemeinschaft haben, in Würde leben zu können. Das Streben nach einer angstfreien Gesellschaft ist für mich das Streben nach einer sozialistischen Gesellschaft. Dafür engagiere ich mich.

Straßenbahn

Keine Wegfahrsperre für die Straßenbahn!

Zum Ergebnis der Online-Abstimmung der Berliner Morgenpost, wonach
70 % der Bevölkerung die Verlängerung der Straßenbahn bis in die
Steglitzer Schloßstraße befürworten, erklären die SprecherInnen der
LINKEN Steglitz-Zehlendorf, Pia Imhof-Speckmann und Olaf Michael
Ostertag:


Über die Repräsentativität solcher Befragungen lässt sich streiten,
die Tendenz ist aber klar: die Bevölkerung will ein modernes,
umweltfreundliches und zukunftsfähiges Verkehrsmittel wie die
Straßenbahn und befürwortet eine schnelle Verbindung von Steglitz
über Potsdamer Platz und Spandauer Straße zum Alexanderplatz. 70 %
stimmten bei der Online-Befragung der Berliner Morgenpost für die
Tram durch die Schloßstraße.

DIE LINKE Steglitz-Zehlendorf fordert CDU und FDP im Bezirk auf,
ihren Widerstand gegen das Konzept „Busersatzverkehr. Eine
Straßenbahn für den Südwesten Berlins“ aufzugeben und den
Grünen-Antrag in der heutigen Sitzung des Wirtschafts- und
Verkehrsausschusses sowie im Stadtplanungsausschuss und der BVV
passieren zu lassen. Die Grünen in der BVV Steglitz-Zehlendorf
fordern wir auf, trotz der von ihnen eingegangenen Zählgemeinschaft
mit der CDU nicht einzuknicken und auf ihrem Antrag zu bestehen.

Auch die Bundesregierung sollte ihre Prioritätensetzung bei der
Auflegung von Konjunkturprogrammen ändern. Jeder Cent, der in den
Ausbau der Infrastruktur und des Betriebs des Öffentlichen
Personennahverkehrs (ÖPNV) investiert wird, ist besser angelegt als
zur Verzögerungen von Strukturanpassungen im Automobilbereich.

DIE LINKE im Abgeordnetenhaus hat bereits im vergangenen Jahr das
Konzept „Zukunft sichern – Straßenbahn-Ausbau jetzt!“ vorgelegt.
Dies sieht einen deutlichen Ausbau des Tram-Netzes, insbesondere im
Westteil der Stadt, vor, darunter auch die Strecke der M4 bis
Rathaus Steglitz. DIE LINKE Steglitz-Zehlendorf wünscht sich: Mit
der realen Umsetzung dieses Konzeptes muss jetzt begonnen werden!
Und an die Adresse von FDP und CDU ergeht unser Appell: Errichten
Sie keine Wegfahrsperren für die Tram in Steglitz!


3.3.2009